Nedlin magazine

Zusammen arbeiten, gemeinsam pflegen

Von Solarpaneelen auf den Dächern zu saubererem Abwasser und vom Kampf gegen Lebensmittelverschwendung zu nachhaltiger Bekleidung für das gesamte Personal: Radboudumc nimmt in dieser Hinsicht im Vergleich zu anderen niederländischen Krankenhäusern eine Vorreiterrolle ein. Alex van der Putten von Radboudumc und Andrea Meuwissen von Nedlin sprechen über ihre Zusammenarbeit und das Bedürfnis nach Nachhaltigkeit.

„Radboudumc ist in Sachen umweltbewusste Maßnahmen tonangebend“, titelt die Tageszeitung Trouw am 20. Februar 2017. Der Artikel behandelt ausgiebig alle nachhaltigen Entscheidungen des Nijmeger Krankenhauses. „Vor zehn Jahren sah die Sache noch ganz anders aus“, erzählt Van der Putten, Supply Chain Manager bei Radboudumc. „Im vergangenen Jahrzehnt wurden enorme Schritte im Bereich Nachhaltigkeit und Innovation gesetzt. Wir haben uns damit einen Platz in der Branche erarbeitet und jetzt berate ich vielfach andere Krankenhäuser.“

“Nedlin verfügte als einziger über das Zertifikat ISO 14001, während der Rest noch auf dem Weg dorthin war.”

Alex van der Putten

Komplexe Logistik

Beruflich gehört das Lösen von logistischen und Facility-Problemen zum Alltag von Van der Putten. Mit einem Team von mehr als 125 Mitarbeitern ist er für eine breite Palette an Prozessen verantwortlich: von OP-Logistik und Patiententransport bis zur maschinellen Reinigung von 50 000 Betten jährlich, die in zwei großen Maschinen erfolgt, die am ehesten mit enormen Geschirrspülmaschinen vergleichbar sind.

Auch alles rund um die Wäsche und die Bekleidung von 5 500 Mitarbeitern im Krankenhaus gehört zum Aufgabenpaket von Van der Putten. In diesem Bereich arbeitet er seit drei Jahren eng mit Andrea Meuwissen von Nedlin zusammen. „Im Vergleich zu unseren anderen Kunden im Gesundheitswesen stellt insbesondere die große Fläche des Geländes eine Herausforderung dar“, erklärt Meuwissen.

Entfernung

Van der Putten: „Mit einem 400 000 m2 großen Gelände und sechzig verschiedenen Gebäuden sind die Entfernungen hier groß. Die gesamte Logistik verläuft über unterirdische Verbindungen. Der längste Gang ist stolze 1,4 km lang. Wir arbeiten daran, dies in Hinblick auf eine nachhaltigere Logistik künftig kompakter zu gestalten.“ Meuwissen erklärt, dass es bei diesem Kunden besonders wichtig ist, dass die Lastwagen von Nedlin richtig beladen werden. „Täglich kommen wir mit einem Lastwagen voller Kleidung und einem Lastwagen voller Kleinwäsche an. Wenn die Wäsche am falschen Standort ankommt, hat dies aufgrund der langen Entfernungen große Auswirkungen. Darum ist es wichtig, dass wir perfekt an die interne Logistik anknüpfen.“

Wissen teilen

„Habt ihr für den Bettentransport kein neues System eingeführt?“, fragt Meuwissen Van der Putten. „Das stimmt. Ich suchte einen automatisierten Transport unserer Betten. Die speziell für dieses Problem entworfenen Fahrzeuge sind jedoch sehr teuer. In meiner vorigen Funktion im Lebensmitteleinzelhandel wurde mit Trucks für Sammelbestellungen gearbeitet. Ich habe diese Fahrzeuge mit Gummi anpassen lassen, sodass sie sich jetzt perfekt für den Einsatz im Krankenhaus eignen. Und das für einen Bruchteil des Preises.“

Van der Putten schätzt die Offenheit und den Wissensaustausch in seinem Sektor. „Das ist im Lebensmitteleinzelhandel ganz anders. Im Gesundheitswesen wird viel mehr Wissen ausgetauscht. Ich habe wöchentlich Kontakt mit Kollegen in anderen Krankenhäusern. Und auch mit Partnern wie Nedlin erreichen wir gemeinsam die besten Ergebnisse. Wir sind Experten hinsichtlich des Bedürfnisses, sie sind Experten in Bezug auf die Lösung.“

Kinderkrankheiten

Dass dieser Prozess nicht immer ohne Rückschläge oder Enttäuschungen verläuft, weiß Meuwissen ganz genau. „Als wir hier begonnen haben, konnten wir große Veränderungen anbringen. Radboudumc arbeitete beispielsweise noch immer mit Laken und Überdecke auf den Betten. Unser Medideck bot enorme Vorteile, sowohl für das Bettenmachen als auch für den Komfort der Patienten. Was die Kleidungsausgabeautomaten betrifft, musste erst das richtige Verfahren ermittelt werden.“ „Richtig“, lacht Van der Putten. „Bei uns standen bereits Kleidungsausgabeautomaten, als Nedlin die Dienstleistung bei uns begann. Zu Beginn funktionierten die Automaten nicht zu hundert Prozent und uns war nicht klar, warum. Bis wir herausfanden, dass die Lieferart direkten Einfluss auf die Lesezuverlässigkeit der Scanner hatte.“ „Ein lehrreicher Moment für uns“, bestätigt Meuwissen. „Diese Tatsache werden wir fortan in unserem Logistik-Check berücksichtigen.“ Van der Putten kann mittlerweile darüber lachen. „Bei Partnern, mit denen man ab und zu emotionsgeladene Diskussionen führen kann, weiß man, dass alles passt.“

Nachhaltige Lösungen

Van der Putten erzählt, dass bei der Ausschreibung vor drei Jahren der Faktor Nachhaltigkeit äußerst wichtig war. „Nedlin verfügte als einziger über das Zertifikat ISO 14001, während der Rest noch auf dem Weg dorthin war.“ „Zudem besitzt Nedlin als einzige Wäscherei in den Niederlanden das ISO 50001-Zertifikat“, erklärt Meuwissen. „Diese Normierung stellt noch schwerere Anforderungen an unser eigenes Energiemanagement. Als Kooperationspartner verstehen wir uns in dieser Hinsicht wirklich einwandfrei.“

Van der Putten nickt und meint, dass sie sich ohne die gute Zusammenarbeit mit Nedlin nicht getraut hätten, den Schritt in Richtung nachhaltige Bekleidung für das gesamte Personal zu setzen. „Anfang Juni erhalten alle Ärzte und das Pflege- und Hilfspersonal neue Bekleidung aus dem nachhaltigen Material Tencel. Für die Herstellung dieser Faser wird um 97 Prozent weniger Wasser und um 46 Prozent weniger Energie benötigt als für die Herstellung von Baumwolle. Gemeinsam mit dem Kleidungslieferanten und Nedlin haben wir einen umfangreichen Testprozess durchlaufen, um zu ermitteln, welches Material sich am besten eignet.“

Vertrauen

„Bei einem der Materialien war nach dem Waschen eine deutliche Verfärbung sichtbar“, erzählt Meuwissen. „Aus diesem Grund ist die Testphase so wichtig. Kleidung muss nicht nur nachhaltig produziert, sondern auch lange haltbar sein. Sonst wird der Nachhaltigkeitsaspekt zunichte gemacht.“

„Hygiene ist bei uns natürlich von höchster Wichtigkeit“, erläutert Van der Putten. „Wir müssen dabei unseren Kooperationspartnern vollkommen vertrauen können. Während unserer Suche nach einem neuen Wäschelieferanten und einer neuen Wäscherei haben wir auch Wäschereien besucht, die sich angemeldet hatten. Als wir die Wäscherei von Nedlin sahen, war die Entscheidung schnell gefällt.“